Seit dem Rauchverbot wird in Irland
auch zu Hause weniger geraucht, weil den Menschen bewusst wurde, dass Passivrauchen
allen Bewohnern schadet. Rauchfreie Gaststätten sollen auch
in Deutschland
kommen.
Dagegen
verhinderte bisher in Österreich
das Naheverhältnis von Finanzministern zur Tabaklobby jeglichen
Fortschritt.
Liechtenstein
ist rauchfrei! Vorarlberg
an EU-Aktion interessiert. Die Fortschritte unserer Nachbarn Italien,
Slowenien,
Bayern, etc. blieben auch in Tirol, Kärnten,
usw. nicht unbemerkt.
Frankreich,
ein Land höchster Esskultur, seine Gastronomie rauchfrei machte.
Der Erfolg stellte sich rasch ein: Die akuten Herzinfarkte nahmen
ab. Das wurde nach dem Rauchverbot in der Gastronomie auch in Italien
und anderen Ländern beobachtet. Die Rauchverbote wurden daher auch von Frankreich
u.a. EU-Ländern übernommen.
Rauchverbote
unterstützen den Ausstieg aus der Nikotinsucht: Bisher sind die
Raucherraten noch in allen Ländern mit Einführung der
Rauchverbote zurückgegangen. Sogar in Italien, wo Raucherzimmer
noch erlaubt sind, sank die Raucherrate von 2004 auf 2005 um 6,1% (der
von österreichischen Zeitungen hervorgehobene Wiederanstieg 2006
betrug dagegen nur 1,1% und könnte mit der Lockerung der
Rauchverbote, Heizstrahlern und Zelten vor Gaststätten
zusammenhängen. Die Raucherrate ist aber trotzdem 2007 nicht
weiter angestiegen, sondern auf 23,5% gesunken).
Auch aus England
wurde über eine starke Inanspruchnahme des Rauchertelefons und
sinkende Raucherquoten berichtet. In Deutschland
nahm das Rauchen bei Jugendlichen ab.
Rauchverbot in Slowenien seit 1.8.07: In Lokalen
nur speziell
belüftete Raucherräume ausgenommen, die nicht mehr als 20%
der Fläche einnehmen und in denen keine Speisen oder Getränke
konsumiert werden dürfen.
In Bozen
darf auch auf Kinderspielplätzen
und anderen öffentlichen
Plätzen im Freien nicht mehr geraucht werden.
Zwei Drittel der Deutschen
wünschen sich rauchfreie Gaststätten. Auch das
Rauchen in
Gegenwart von Kindern
soll verboten werden. Ein Rauchverbot
in Bundeseinrichtungen und
öffentlichen Verkehrsmitteln trat am 1.9.07 in Kraft. Ein
wirksamer Nichtraucherschutz
wurde in BW
und NS im August 07 rechtskräftig, 2008 folgten Bayern,
MP, NRW u.a. Bundesländer. In Bayern wollten reaktionäre Kräfte wieder einen Schritt zurück machen, aber der Sieg der Gesundheits-
gegen die
Tabaklobby war überwältigend. Ausnahmen
machen Probleme. Deshalb urteilte das Gericht in Karlsruhe auf
Gleichbehandlung, stellte aber gleichzeitig die Weichen für ein
bundesweites Rauchverbot. Die wichtigsten Urteile der Deutschen
Verfassungsrichter waren, dass 1) der Gesundheitsschutz der
Bevölkerung höher zu bewerten ist als der Nachteil von
Rauchern; 2) Der Kläger (Raucher) "nicht allgemein am Rauchen und auch nicht
am Besuch von Gaststätten gehindert" werde. Vielmehr sei ihm
lediglich "eine einzelne Verhaltensweise - das Rauchen - während
des Gaststättenbesuchs untersagt"; 3) Diejenigen Nichtraucher, die gegenwärtig von der
Möglichkeit Gebrauch machen können, ohne Gefährdung
ihrer Gesundheit durch den Besuch von Gaststätten am sozialen
Leben teilzunehmen, würden diese Entfaltungsmöglichkeit
verlieren. In fast allen Lokalen in Deutschland sind wenigstens
schon Kinder geschützt, in Österreich dagegen noch nicht!
Passivrauchen
in der französischsprachigen Schweiz wurde 2009
beendet. Tessin
war schon rauchfrei, weil die große Mehrheit der Bevölkerung (und auch
der
Touristen) für rauchfreie Gaststätten waren. Auch Solothurn hat ein gutes Tabakgesetz.
Rauchfreie Gaststätten
möchten die meisten Kantone
und eine wachsende Mehrheit der Bevölkerung.
Der Bundesrat beschloss eine Tabaksteuererhöhung
ab 2007, Warnbilder
ab 2008,
aber leider noch nicht das Rauchverbot an allen Arbeitsplätzen
inklusive Gaststätten. Dank Präventionsfonds
sank der Raucheranteil
in 5 Jahren von 33 auf 29%. Die Armee
hilft den Soldaten beim Ausstieg aus der Nikotinsucht. In
Lokalen ohne Rauchverbot ist die Feinstaub-Belastung
noch ähnlich hoch wie in Österreich.
Ungarn: Seit 2005 wird Raucherberatung
nicht nur für Parlamentarier kostenlos angeboten, sondern vom
nationalen Gesundheitsversicherungsfonds auch den
Ärzten refundiert. Leider rauchen dzt. in Ungarn noch 56% der
Ärzte und 36% der Ärztinnen (also mehr als die
Allgemeinbevölkerung) und auch viele Jugendliche.
Die Verbesserung des Nichtraucherschutzes wird vorbereitet. Probleme beim Tabakwerbeverbot
durch Einfluss
der Tabakindustrie wurden auch bei der Formel-1
überwunden. Am 20.11.06 votierte das Parlament für ein
umfassendes Werbeverbot (349 ja : 4 nein).
Die Slowakei
beschränkte die Tabakwerbung
auf Verkaufsstellen und verbot Sponsoring. Die Bevölkerung
möchte mehr Rauchverbote.
Tschechien
führt die Bild-Warnungen
der EU ein, ist aber im übrigen ähnlich rückständig wie Österreich. Deutschland
erzielte einen Rückgang des Tabakkonsums durch Steuererhöhung
und hat mit 1.4.06 auch die Begünstigung selbstgefertigter
Zigaretten ("Sticks") beseitigt. Spanienverbesserte
den Nichtraucherschutz 2006 und plant 2010 auch den Nichtraucherschutz
in der Gastronomie westeuropäischem Standard anzugleichen.
Nordirland folgte schon 2007 dem
Beispiel Irlands.
In Schottland
wurden bereits
ein Jahr nach dem Verbot große gesundheitliche Erfolge nachgewiesen und es
war kein höherer Polizeieinsatz
in Gaststätten nötig als bei Einführung der
Gurtenpflicht im Auto. England
und Wales
meldeten starke Inanspruchnahme von Aufhörhilfen mit dem
Rauchverbot. Insgesamt rechnen die Briten in den nächsten 10
Jahren infolge des Rauchverbotes mit 40.000 vorzeitigen
Todesfällen weniger. In Frankreich
trat am 1.2.07 ein Rauchverbot an Arbeitsplätzen in Kraft, das
seit 1.1.08 auch die Gastronomie
betrifft. Die Mehrzahl der Raucher und
insgesamt 80% der Bevölkerung befürworteten das umfassende
Rauchverbot, in dessen Folge auch die Herzinfarkte
(wie in Irland, Schottland, Italien, New York, etc.) abnahmen.