Rauchverbot in Gaststätten
Studien bewiesen: Rauchverbot am Arbeitsplatz steigert Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit, senkt Krankenstände, Reinigungs- und Versicherungskosten (Brand, etc.). Nur die von der Tabakindustrie bezahlten Studien fanden einen Geschäftsrückgang. Tatsächlich schadet ein Rauchverbot nicht dem Gastgewerbe, sondern nur der Tabakindustrie. Denn
Rauchen wird dadurch weniger sichtbar, denormalisiert und als Luftverschmutzung bewußt, seine soziale Akzeptanz sinkt und die Verführung Jugendlicher wird erschwert. Bei Rauchern sinkt der Tabakkonsum,  ja für viele ist die Unbequemlichkeit, im Freien rauchen zu müssen, sogar ein Motiv zum Aufhören, wodurch die Tabakindustrie dauerhaft Konsumenten verliert, die wiederum als lebende Werbung für die Verführung Jugendlicher wegfallen.
Von der kostspieligen Einrichtung von Raucherzimmern profitiert nur die Tabak- und Lüftungsindustrie. Rauchräume schmälern die Chancengleichheit der Anbieter auf dem Gastronomiemarkt und schützen das Personal nicht vor unfreiwilliger Einatmung giftiger und krebsfördernder Stoffe während der Kundenbedienung und Reinigung.
Gesundheitliche und wirtschaftliche Vorteile von Rauchverboten in der Gastronomie zeigen sich erst, wenn das Gesetz auch durchgesetzt wird. So wurden z.B.alle italienischen Gastronomen und deren Konzessionsstellvertreter i n ihren eigenen Gewerbebetrieben per Gesetz mit Hilfspolizeikompetenz ausgestattet, die sie berechtigt und zugleich persönlich haftend verpflichtet, die Einhaltung des Rauchverbots zu kontrollieren. Eine Nichterfüllung ihrer Pflicht, rauchende Gäste auf ihr Fehlverhalten hinzuweisen und vom Rauchen abzuhalten, kann bis zu 2200 Euro Geldstrafe nach sich ziehen. Wenn ein Gastronom es mehrfach unterlässt, einen rauchenden Gast anzuzeigen, droht ihm der Entzug seiner Konzession.