OBERÖSTERREICH: Drogenmonitoring 2009 

Das Institut für Suchtprävention führt seit 2000 alle 3 Jahre Befragungen durch: an repräsentativen Stichprobe von je 1500 Personen ab dem Alter von 15 Jahren.

Von 2006 bis 2009 haben Nichtraucher von 56% auf 63% zugenommen und Raucher abgenommen (tägliche Raucher von 31 auf 27% und Gelegenheitsraucher von 12 auf 10%).

56% der Raucher möchten ihren Tabakkonsum reduzieren oder ganz aufhören, 42% haben es schon versucht, 14% mehrmals.

Passivrauchen müssen daheim noch immer 22,4%, davon 10% regelmäßig (120.000 Haushalte).

In 18% der Haushalte mit Kindern wird noch geraucht (9% regelmäßig, 9% bei Besuch, etc.). 43.000 der 15-17-Jährigen (15,2%) müssen passiv rauchen (rund 21.000 regelmäßig).

Am Arbeitsplatz geben 113.000 Personen (15,1%) Passivrauchen an. Zählt man Raucherräume mit, sind 47,3% der Arbeitsplätze noch nicht rauchfrei.

Entweder am Arbeitsplatz oder zu Hause bzw. an beiden Orten müssen 180.000 Personen (24,2%) täglich passivrauchen (jeder Vierte ab 15 Jahren). Dazu kommen noch die Kinder bis 14 Jahre.

Über gesundheitliche Wirkungen des Passivrauchens fühlen sich nur 65% gut informiert. Als "große Gefahr" für Nichtraucher wurde Passivrauchen nur von 86% eingestuft (2006 von 85%).

Immerhin stieg die Zustimmung zur Feststellung "Die Tabakindustrie ist skrupellos, weil sie sich auf Kosten der Gesundheit von Menschen bereichert" von 62% auf 70% und für ein Rauchverbot in Räumen, in denen sich Kinder aufhalten von 85% auf 91%.  Dass mehr getan werden sollte, um Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, finden 92%, wobei 96% für eine Intensivierung der Suchtvorbeugung in Schulen und Lehrwerkstätten sind. Aber nur 85% sprachen sich für strengere Strafen für den Verkauf von Tabakwaren an Kinder aus.