Warum wohl macht die Wirtschaftskammer mit dem Tabakriesen Philip Morris eine gemeinsame Werbeaktion?
Wirtschaftskämmerer Hinterleitner kolportierte die Zufriedenheit (von ahnungslosen oder falsch informierten Menschen) mit dem Tabakgesetz. Im Auftrag der Merkur-Versicherung schrieb derselbe Meinungsforscher (Market-Institut), der jetzt KR Hinterleitner unterstützte: Knapp 60 Prozent der Raucher haben versucht aufzuhören. Obwohl die Rückfallquote sehr hoch ist, will dennoch ein gutes Viertel den Kampf nicht aufgeben. Die geplanten strengeren Rauchverbote sollen dabei unterstützend wirken. Man steht diesen auch durchwegs positiv gegenüber: „In der österreichischen Bevölkerung ist breite Akzeptanz (63%) für ein Rauchverbot vorhanden – schließlich bedeutet weniger Rauch für die Österreicher mehr Lebensqualität und Vitalität.
Wie stark Meinungsumfrageergebnisse vom Auftraggeber gefärbt sind, sah man schon an den Jubelmeldungen, die von der Wirtschaftskammer über den angeblichen Erfolg der freiwilligen Vereinbarung mit Rauch-Kallat veröffentlicht wurden. Die Erhebung des Gesundheitsministeriums zeigte dann das Scheitern dieser Vereinbarung. Jetzt sollen wieder Fortschritte beim Gesundheits- und Jugendschutz durch Desinformation verhindert werden. Hoffentlich hält sich die Politik an an wissenschaftlich gesicherte Fakten und den Rat von Ärzten, die sowohl Rauchern wie Nichtrauchern helfen