In einer Studie des University College London wurden fast 3000
Jugendliche vom 11. bis 16. Lebensjahr beobachtet. Dabei zeigten sich
keine unterschiedliche Gewichtszunahme von Nichtrauchern und Rauchern.
Professor Robert West erklärt das folgendermaßen: Anfangs
unterdrückt Nikotin zwar den Appetit und steigert den
Stoffwechsel, aber der Körper passt sich rasch an und erreicht ein
neues Gleichgewicht ohne Veränderung des Körpergewichts. Erst
später besteht bei Rauchern während der Aufhörversuche
die Gefahr einer Gewichtszunahme.
Forscher der Universität Navarra fanden in einer Kohortenstudie
an über 7500 standardisierten Patientengruppen, dass sowohl
Exraucher wie Raucher häufiger fettleibig werden. Rauchen
hält also nicht schlank, im Gegenteil: sowohl ehemalige als auch
aktive Raucher sind anfällig für Fettleibigkeit. Allerdings ist die durchschnittliche Gewichtszunahme beim Rauchstopp relativ gering.
Tipps zum Ausstieg: Während der
Nikotinentwöhnung viel Bewegung machen;
vor den Mahlzeiten keinen Aperitif, sondern ein Glas Wasser,
kalorienarme Obst- und
Gemüsesäfte oder einen Salat; zum Fernsehen
oder PC keine Süßigkeiten stellen, sondern kalorienarmes
Knabbergebäck, Karotten, Paprika, Radieschen, Mineralwasser;
unterwegs Kaugummi;
den Händen etwas anderes zu tun geben (z.B. Spielzeug,
Handarbeit);
sich selbst anders belohnen als durch Naschen. In den ersten 3
Monaten der Nikotinkarenz sollte versucht werden, das Gewicht
einigermaßen zu halten, aber nicht zu reduzieren. Erst als
gefestigter Nichtraucher sind Sie dann wieder stark genug, auch eine
evt. erforderliche Gewichtsreduktion durchzuführen.
Für Ärzte: Was hat Tabakrauch mit Bauchfett
bei Teenagern und lange persistierenden
Stoffwechselstörungen
zu tun?
Wie beeinflusst die Reklame
von der "Zigarette als Schlankmacher" Mädchen und Burschen?
Welche Zigaretten und ihre Verpackung (Vogue, Lady,
Virginia
Slims, etc.) Mädchen ködern sollen.