Wieso fiel Österreich auf den letzten Platz der EU-Rangliste zurück und ist seit 2007 Schlusslicht?


Nachdem 1992 Außerwinkler das fortschrittlichste Tabakgesetz Europas entworfen und 1993 auf einer WHO-Konferenz in Wien vorgestellt hatte, wurde er als Gesundheitsminister abgesetzt und Wirtschaftsminister Schüssel setzte sich durch. Danach folgte Österreich nur mehr den EU-Direktiven, die es (zusammen mit wenigen reaktionären EU-Mitgliedern) nicht verhindern konnte.
Während sich die Regierungen anderer Länder in dieser Frage heute von Gesundheitsexperten beraten lassen, ist der Einfluss der Tabakindustrie in Österreich bisher ungebrochen.

EU ranking of tobacco control

2005: http://old.ensp.org/files/effectivefinal2.pdf

2006 (inklusive Methoden): http://tobaccocontrol.bmj.com/cgi/content/full/15/3/247
        http://www.aerzteinitiative.at/Joosens06EUrating.pdf
        
2007:  http://old.ensp.org/files/30_european_countries_text_final.pdf
          http://old.ensp.org/files/tobacco_control_new_ranking_2007.pdf
          WHO: http://www.euro.who.int/document/e89842.pdf

2010:  Korrelationen des Ranking mit Raucherprävalenz, Passivrauchen und Einstellung zu Rauchverboten

2011:  Österreich trägt die rote Laterne gemeinsam mit Griechenland:
           http://www.europeancancerleagues.org/images/stories/The_TCS_2010_in_Europe_Final_4.pdf

2014:  Österreich ist unangefochten auf dem letzten Platz:
           http://www.europeancancerleagues.org/images/TobaccoControl/TCS_2013_in_Europe_13-03-14_final_1.pdf
          England, Schottland und Wales haben den ersten Platz erreicht, knapp gefolgt von anderen west- und nordeuropäischen Ländern.

Auch bei anderen Beurteilungen der Maßnahmen zur Tabakkontrolle schneidet Österreich schlecht ab.