Wie bekam Österreich 2019 endlich rauchfreie Lokale?
Staatsaufträge für Wahlkampfspenden, Bestechung des Vizekanzlers durch die Tabak-, Waffen- und Glücksspielindustrie? Spiegel und Süddeutsche Zeitung deckten auf. Strache musste als Vizekanzler und FPÖ-Chef zurück treten. Bei Neuwahlen konnten wir Parteien wählen, die nicht die Medien unter ihr Joch führen und denen Gesundheit und Umwelt wichtiger sind als schmutzige Geschäfte.
Ein Jahr vertan, auf Kosten der Gesundheit und gegen den Willen der Bevölkerung. Hoffnung auf rauchfreie Gastronomie durch den Verfassungsgerichtshof wurde enttäuscht. Warum? Von Richtern wäre zu erwarten gewesen, dass sie sich sachlich, objektiv und unparteilich verhalten und auch die Argumente betroffener Wirte & Kellner, Jugendlicher sowie der Wiener Landesregierungvorurteilsfrei prüfen. Die FPÖ hatte Richter in den VfGH nominiert. Gab das den Ausschlag? Dr. Rami war jahrelang Anwalt von Strache. Allerdings war es vielleicht die Klarstellung von Vorteil, dass das Parlament solche Entscheidungen nicht auf den VfGH abschieben darf, sondern selbst der Gesundheit Priorität geben kann.
Am 1.10.2018 startete das Volksbegehren 'Don't Smoke' und 2019 gab es ein Parlamentarisches Hearing für den Gesundheitsausschuss: Nachdem eine Wirtschaftsexpertin (deren Institut von der Tabakindustrie unterstützt und die wegen Verdacht auf Betrug, Fördermissbrauch und  Untreue angezeigt wurde) die Linie der FPÖ verteidigt hatte und eine weisungsgebundene Beamtin des Bundeskanzleramtes die Linie ihres Chefs, fassten endlich unabhängige Experten (die Leiterin der Suchtprävention, ein Gesundheitsökonom und ein Allgemeinmediziner) den Stand der Wissenschaft zur rauchfreien Gastronomie zusammen. Ein Wirt vertrat einen Standpunkt, der in der österreichischen Wirtschaftskammer seit Jahren von der Tabakindustrie diktiert wird. Beim letzten Hearing waren die Fronten ähnlich: Ein Wirt vertrat Interessen der Tabakindustrie, eine Juristin den Standpunkt ihrer Chefin Mag. Hartinger-Klein, aber eine Ärztin aus Berlin, eine Arbeitsmedizinerin und ein Lüftungstechniker aus Wien, ein Medizinstudent aus Graz und eine Schülerin aus Niederösterreich appellierten an die Politiker der vorigen Regierung, endlich den wissenschaftlichen Erkenntnissen zu folgen und auch die Gastronomie rauchfrei zu machen. Aber die ignorierten damals noch alle Experten ebenso wie den Wunsch der Bevölkerung, opferten die Gesundheit skrupellos dem Geschäft der Tabakindustrie und gaben eine Verbesserung des Jugendschutzes vor. 
Das Mindestalter für Zigarettekauf wurde 2019 von 16 auf 18 Jahre erhöht (zuletzt in Salzburg). Die Dealer werden durch keine unabhängige Stelle kontrolliert und in den meisten Bundesländern erhalten auch die jugendlichen Raucher keine Strafmandate: "Wir brauchen eine Rechtsgrundlage für Identitätsfeststellungen. Rauchen unter 18 erfüllt keinen Straftatbestand", so ein Polizeisprecher. Bisher liegt uns nur aus dem Bezirk Innsbruck-Land eine Statistik über 45 Anzeigen minderjähriger Raucher vor, aber keine über Sanktionen der Tabakdealer, die den Jugendlichen die Zigaretten verkauften. Auch das Rauchverbot im Auto beim Mitführen von Kindern wurde nur in einem von 9 Bundesländern kontrolliert. Jugendschutz als Lippenbekenntnis? Weiter hemmungslose Tabakwerbung in und um Trafiken und Zigarettenautomaten. Nur ein Teil der Trafikanten gibt laut Wirtschaftskammer Probleme mit dem neuen Alterslimit zu.
Offener Brief zum Einfluss der Tabakindustrie in Österreich, ein Einfluss, der sich verheerend auf den Ruf Österreichs als "korruptes Balkanland" auswirkt. Bis China ist Österreich als "Aschenbecher Europas" bekannt. Aber zunehmend mehr Wirte möchten eine Qualitätsgastronomie betreiben und keine Suchtgastronomie (wie einige Funktionäre der Wirtschaftskammer).
Als 2019 im Parlament das Don’t Smoke Volksbegehren auf der Tagesordnung stand, erinnerten wir an Aussagen des Altbundeskanzler Kurz. Leider wird Prof. Smolle (Arzt, der die Lex Strache nicht unterstützt hatte) dem neuen ÖVP-Club nicht mehr angehören.
Richtigstellung von falschen Aussagen österreichischer Nationalräte, die eine bewusste Irreführung waren.
Österreichische Regierung entschied für die Interessen der Tabakindustrie und gegen die Gesundheit der Bürger. Das Volksbegehren für eine rauchfreie Gastronomie (deren Nutzen enorm wäre) erreichte 881.569 Unterschriften, aber eine verantwortungslose Regierungsspitze beharrte auf ihrer Fehlentscheidung: eine reaktionäre Politik gegen 70% der Bevölkerung! Bürger wehrten sich. Das Regierungsprogramm wurde beim Tabakgesetz bereits mehrfach geändert, aber immer nur im Interesse der Tabakindustrie: Das beschlossene Zutrittsverbot für Minderjährige zu Raucherräumen wurde aufgehoben und die propagierte "Berliner Lösung" (finanzielle Abgabe auf Verabreichungsplätze im Raucherbereich laut Regierungsprogramm Seite 166; keine Mischlokale; Zutrittsverbot für Minderjährige, Rauchverbot in Räumen, in denen getanzt wird, etc.) fallen gelassen. Geschäftsinteressen der Tabakindustrie und ihrer Komplizen werden also berücksichtigt, aber den Bürgern wurde gesagt, die Regierungsvereinbarung zum Tabakgesetz wäre unumstößlich. FPÖVP wollten sogar den Vorrang wirtschaftlicher Argumente vor Umweltschutz oder Gesundheitsschutz in die Verfassung schreiben.
Junge Menschen unterstützten das Volksbegehren. Falschmeldungen reaktionärer Parteien suchten Bemühungen um Aufklärung zu untergraben.

Medizinische Universität Wien: Gesundheitsgefahr Passivrauch und Gesundheitsgewinn durch rauchfreie Gastronomie. Auch BBC, New York Times und Fachzeitschriften berichteten über Österreich. 
Der Antrag von FPÖVP war ein Tiefschlag für Gesundheits- und Jugendschutz und mit der Annahme durch das Parlament auch für die Demokratie! Vom vollmundig angekündigten Jugendschutz blieb fast nichts übrig, nur das Rauchverbot im PKW beim Mitführen Minderjähriger, dessen Übertretung aber bislang nicht sanktioniert wird. Auch die schon bisher weiche Bestimmung zum Schutz der Gastro-Lehrlinge wird durch eine Verordnung kaum verbessert: Die Gesundheitsministerin ließ neue Lehrlinge täglich eine Stunde im Rauch arbeiten und bereits angestelle 4 Stunden, wobei nicht einmal das kontrolliert wird: Die Dokumentation wurde auf die Arbeitsplatzevaluierung ausgelagert. Der Wirt hat keine Verpflichtung, minderjährige Gäste abzuweisen und kann auch seine eigenen Kinder ungestraft im Raucherraum servieren lassen. Dabei hatte das Team Kurz noch am 29.12.2017 versprochen "Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen künftig in Lokalen nicht im Raucherbereich sitzen". Das Verkaufsverbot für Zigaretten an Minderjährige beschlossen die dafür zuständigen Länder schon im März 2017 und nötige Begleitmaßnahmen des Bundes fehlen bis heute (Testkäufe zur Alterskontrolle aus Mitteln der Tabaksteuer und Abschaffung der Zigarettenautomaten, deren elektronische Alterskontrolle versagt). Zur Raucherlaubnis in Gaststätten wurde noch die "authentische Interpretation" des §13a Abs 2 (gegen den VfGH) festgeschrieben, die der "Berliner Lösung" widerspricht und dem Wirt die Entscheidung überlassen, welcher Raum als Raucherraum herangezogen wird: Ein vollständiger Sieg der Tabakindustrie mittels ihrer Komplizen! 28 ÖVP-Abgeordnete wurden genötigt, gegen ihre Überzeugung zu stimmen. Das gleiche gilt für die ÖVP-Abgeordneten im Bundesrat, der am 5.4. alles bestätigte, statt die Länderinteressen zu vertreten. Wozu brauchen wir dann einen Bundesrat?  70% der Bevölkerung Österreichs waren schon 2018 für eine rauchfreie Gastronomie. Breite Front der Ablehnung der Lex Strache. 
Um den Kniefall der Regierung vor der Tabakindustrie zu komplettieren, wurde auf weitere Tabaksteuererhöhungen verzichtet, obwohl WHO, Weltbank und Amerikanische Krebsgesellschaft höhere Zigarettenpreise als eine der wirksamsten Maßnahmen zum Schutz Jugendlicher empfehlen. Doch nach den Aufrufen der Gesundheitslandesräte von Salzburg und der Steiermark werden schon jetzt immer mehr Lokale rauchfrei. Sie können solche Lokale empfehlen. Die Landtage fortschrittlicher Länder (Salzburg, Steiermark, Vorarlberg, Wien) stimmten für rauchfreie Gastronomie. Unser Wunsch für 2019. Rauchstopp jetzt erst recht! Die Feier 100 Jahre Republik wurde getrübt durch den Beschluss rechtsradikaler Gruppen gegen die Mehrheit der Bevölkerung, der Länder und der Arbeitnehmervertretungen, das 2015 vom Parlament verabschiedete Tabakgesetz nicht in Kraft treten zu lassen. Auch die Feier '70 Jahre Menschenrechte' wurde dadurch überschattet.  Kurz war umgefallen und enttäuschte damit 85% seiner Wähler, die Nichtraucher sind. Sicher sind auch die 15% Raucher, die Kurz 2017 wählten, nicht alle so rücksichtslos wie Herr Strache, der zusammen mit Kurz dem Ansehen Österreichs großen Schaden zugefügt hat. Kurz hätte unsere Reputation noch vor Übernahme der EU-Präsidentschaft durch Aufhebung des Klubzwanges retten können. Aber er war Strache hörig und beide machten gewählte Parlamentarier zu ihren Marionetten, die der Annulierung eines demokratisch beschlossenen Gesetzes zustimmen mussten, alles basierend auf einem Initiativantrag einer Handvoll Abgeordneter, der Ministerrat und Begutachtung umging. Wenn Parlamentarier nur für das stimmen dürfen, was eine kleine Gruppe um Strache und Kurz beschloss, hat die Demokratie versagt.
Kämpfen Sie, damit der Gesundheits-, Jugend- und Nichtraucherschutz nicht den kurzsichtigen Geschäftsinteressen der Tabakindustrie geopfert wird, die der einzige Verlierer bei einem Rauchverbot in der Gastronomie ist. Offene Briefe von Gesundheitsexperten, Wissenschaftlern und Patientenanwalt an Sebastian Kurz, der im Parlament keine Abstimmung ohne Klubzwang erlaubte und daher -zusammen mit Strache- für jährlich 5000 zusätzliche Herzinfarkte, 4000 Schlaganfälle und 1500 spitalsbedürftige Erkrankungen von Kindern zur Verantwortung zu ziehen war. Das Erbe von Gesundheitsministerin Dr. Oberhauser wurde von der Regierung Kurz/Stracheverraten. Schon 2010 hatten wir den Wirten nachgewiesen, dass ihnen durch das für alle geltende Rauchverbot keine wirtschaftlichen Verluste drohen und ihre Gesundheit dadurch besser wird, ebenso die der Wirtskinder, des Personals und der Gäste. Auch die seit damals erschienenen Studien haben das nachgewiesen (ausgenommen die von der Tabakindustrie finanzierten Studien). Eine Zweidrittel-Mehrheit war in Österreich schon seit 10 Jahren für rauchfreie LokaleDoch die Verschlechterung wurde als "Berliner Modell" verkauft (obwohl Berlin's Raucherabgabe und seine rauchfreien Tanzflächen in Diskos nicht übernommen werden) und als Feigenblatt diente ein "Jugendschutz", der nicht exekutiert wird (kein Mystery Shopping in Trafiken, keine Abschaffung der Zigarettenautomaten, keine Überwachung des Gesetzes in Gaststätten und im Auto durch die Exekutive, keine Werbeverbote zum Schutz von Kindern). Die Antwort des Team Kurz war scheinheilig. Klage beim EUGH, beim IGH (Den Haag) wurde erwogen. Aber Wirte können ihre Konkurrenten auch beim Handelsgericht klagen, wenn sich die nicht an das Gesetz halten.
Bevölkerung, Ärzte und Wirte forderten von Min. Kurz die Beibehaltung des Rauchverbots, das die ÖVP 2015 mitbeschlossen hat. Parteispenden stiegen vor der Wahl. Hat die Tabakindustrie den Wahlkampf der FPÖ finanziell unterstützt? Log Strache deshalb zu Umsätzen der Gastronomie in Bayern Kommentar zur ORF-2-Sendung Thema am 19.12.2017. Widerstand im ÖVP-Club.
OECD
 2017: 18% Raucher, Österreich 24%! In Europa konnten nur Österreich und die Slowakei ihren Raucheranteil seit 2000 nicht senken. Eine Aufweichung des ohnehin schwachen Tabakgesetzes war in dieser Situation unverantwortlich und wurde nur von völlig gewissenlosen Ärzten unterstützt.
Wiener Umweltstadträtin zeigte auf, dass auch in Nichtraucherbereiche gemischter Lokale gefährlicher Rauch eindringt. Ärztekammer, Allgemeinmediziner, Kardiologen, Lungenfachärzte, Kinderärzte, u.a. warnten dringend vor den Folgen der Fehlentscheidung von FPÖVP, ebenso die Universitäten, Suchtexperten, Juristen, Lüftungstechniker, Pharma, etc.
Landeshauptleute: Salzburg, Vorarlberg, Steiermark, Oberösterreich, Tirol, u.a. waren für die ausnahmslos rauchfreie Gastronomie, gleichfalls der Bundespräsident, die Umweltpolitiker der Länder, sämtliche Oppositionsparteien und auch immer mehr ÖVP-Bürgermeister wie Gemeindebundchef Alfred Riedl. So wie alle Landeshauptleute hatte sich auch Mikl-Leitner für rauchfreie Gaststätten ausgesprochen und schon davor Erwin Pröll, der auch das Volksbegehren für die rauchfreie Gastronomie unterschrieb, ebenso wie der frühere Vizekanzler Dr. Reinhold Mitterlehner. Zwei Drittel der Niederösterreicher hatten schon 2014 für einen weiteren Ausbau des Nichtraucherschutzes plädiert. Der steirische Wirtschaftskammer-Präsident erkannte, dass die Blockade des Rauchverbots in der Gastronomie ein Fehler war. Solange wir aus Fehlern lernen, besteht Hoffnung! In Oberösterreich nahmen die Befürworter eines gänzlichen Rauchverbotes in der Gastronomie von 2015 bis 2019 von 54% auf 72% zu. Unter 14 Mitgliedern der Regierung Kurz/Strache gab es nur 2 Raucher: Vizekanzler und Verteidigungsminister. Auch den meisten Nationalräten sind  die Gefahren des Rauchens bewusst und sie vermeiden sie auch selbst, aber ein Teil davon mutet diese Gefahren trotzdem Kellnern und Lokalgästen zu, um die Geschäfte der Tabakindustrie und ihrer Komplizen zu fördern. Strache warb um Stimmen von uneinsichtigen Rauchern (z.T. aus Serbien zugewandert?) und hielt stur am Kippen des Rauchverbotes fest. Aber ohne Klubzwang hätte er im Parlament keine Mehrheit gefunden, weil etliche FPÖ-Mandatare ihm in diesem Punkt nur unwillig folgen und viele ÖVP-Politiker nur zähneknirschend. Auch SPÖ, Neos, Liste Pilz und in den Ländern die Abgeordneten der Grünen waren gegen die "Lex Strache". Jugendliche warben für das Volksbegehren. Eine 18-Jährige verglich die Tabakpolitik Australiens mit der in ihrer Heimat Österreich. Chefredakteure der Verlagsgruppe News sowie von Standard & OÖN stellten sich gegen die reaktionäre Politik. Der EU-Gesundheitskommissar und das gesamte Ausland war über den Rückschritt Österreichs bestürzt. Strache wollte zunächst eine Volkabstimmung auf 2021 oder die nächste Regierung verschieben und drohte andernfalls der ÖVP mit einer Volkabstimmung zu CETA. Seine Gesundheitsministerin musste seinen scheinheiligen Argumenten folgen und im Parlament einen Text von Peter Wurm vorlesen. Hörenswert war nur die Opposition (Video) und lesenswert ein Brief der Jugend. Zum Gesundheitsausschuss luden nur SPÖ, Neos und Team Pilz Gesundheitsexperten ein, die aber das Abstimmungsverhalten der FPÖVP-Abgeordneten nicht veränderte (Ignorierung von Fakten). Die parlamentarische Opposition und der Wiener Landtag forderten eine rauchfreie Gastronomie und rauchfreie Kinderspielplätze.
Studie in Graz und bestätigte hohe Feinstaubbelastung in Lokalen, sogar im Nichtraucherbereich. Nur Nichtraucherlokale waren wirklich sauber. 2018 in Wien 500 Anzeigen und 200 Strafen wegen Nichteinhaltung des Tabakgesetzes in der Gastronomie, aber in anderen Bundesländern wurde nicht kontrolliert. 
Strache und Hartinger-Klein heuchelten Gesundheitsförderung während sie die Interessen gesundheitsschädigender Industrien bedienten. 
IHS bestätigte: Keine Umsatzeinbußen für Gastronomie durch Rauchverbot. Aber nicht die unterschiedlichen Parteiprogramme (JETZT, GRÜNE, NEOS, FPÖ, SPÖ, ÖVP), sondern erst die Enthüllung eines Korruptionsskandals in Ibiza, der Sturz von Vizekanzler Strache und der Regierung, Neuwahlen und ein neuerlicher Parlamentsbeschluss erzielten, dass die 2015 beschlossene rauchfreie Gastronomie am 1.11.2019 endlich in Kraft treten konnte.
Die Wirtschaftskammer hoffte noch bis Dezember, dass die rauchfreie Gastronomie nach der Wahl durch eine neue FPÖVP-Koalition wieder gekippt wird und ignorierte Gesundheitsgefahren für Personal und Gäste (auch durch Rauch aus dritter Hand). Ein Verein half aber Wirten, die durch die Schmutzkonkurrenz von Gesetzesbrechern litten. Das Marktamt in Wien kontrollierte aktiv und veranlasste im November bei 3.981 Kontrollen 67 Anzeigen wegen Verletzung des Rauchverbots und 26 wegen fehlender Kennzeichnung. im Dezember 2019 mussten in Wien nur mehr 16 Lokale angezeigt werden.  2019 wurden also nach Inkrafttreten des Rauchverbots am 1. November in Wien bei 5205 Kontrollen 83 Anzeigen wegen Rauchens und 30 Anzeigen wegen fehlender Kennzeichnung gemacht. Leider sind in anderen Bundesländern bisher keineKontrollen vorgesehen und man wartet auf Anzeigen von Bürgern, die dann wieder von den Komplizen der Tabakindustrie als "Vernaderung"  oder "Denunzierung" geschmäht werden können. Aber 2020 hat die Bildung einer Regierungskoalition von ÖVP und Grünen eine Rücknahme oder Aufweichung des Tabakgesetzes praktisch unmöglich gemacht und eine ordentliche Umsetzung wurde viel wahrscheinlicher. Vizekanzler Kogler hat das Rauchverbot endlich auch für Bundesbedienstete durchgesetzt (ausgenommen Raucherräume).