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Ärzte antworten auf Fragen von
Eltern und
Lehrern
Questions
on children by parents & teachers
SPIELE - GAMES |
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Wie kann ich Kindern und Jugendlichen helfen, Nichtraucher zu bleiben?
Wie helfe ich Teenagern,
von der Zigarette wieder loszukommen? Genügt es, bei Anwesenheit von Kindern oder in deren Schlafzimmern nicht zu rauchen und nach dem
Rauchen im
Wohnzimmer zu lüften?
Wie viele Kinder in Österreich
rauchen schon? Ist es nicht besser, mein Kind raucht
als es nimmt illegale Drogen? Mein Sohn hat Lutschtabak
probiert und sagt, der wäre harmlos? -Leider nein: Er bahnt
er die Nikotinsucht und führt später auch zu Herzkreislauf-
und Krebserkrankungen. Besonders der für Kinder klein
portionierte, billige und mit Geschmacksstoffen versehener Oraltabak
enthält Karzinogene,
die später zu Krebs der Mundhöhle oder der
Bauchspeicheldrüse führen können. Ich habe gehört, dass es meinem Kind schadet, wenn ich jetzt in der Schwangerschaft zu rauchen aufhöre, weil das Kind dann
Nikotinentzugserscheinungen bekommt? wie Lippenspalten,
Missbildungen an Fingern, aber auch schwereren Geburtsdefekten an
Nervensystem, Herz und Lunge, weiters zum gehäuften Auftreten von
Früh- und Totgeburten,
sogar wenn die Mutter ihren Zigarettenkonsum auf unter 5 Stück pro
Tag reduziert. Deshalb müssen Sie ganz aufhören und sollten
auch kein Nikotin
(Pflaster, Kaugummi, usw.) verwenden. Manche Schäden, die
Sie durch Rauchen in der Schwangerschaft Ihrem Kind zufügen,
werden erst später sichtbar (z.B. Schlafstörung,
verzögerte Lungenreifung,
Infekt- und Asthmaanfälligkeit, Hyperaktivität,
Konzentrationsstörungen,
Lernprobleme, Aggressivität,
psychiatrische Symptome). Kinder von Raucherinnen bleiben in Motorik,
Artikulation, Rhythmusgefühl, auditivem Gedächtnis und
Sprachverständnis hinter ihren
Altersgenossen zurück. Elterliches Rauchen führt bei Kindern zu Leberkrebs und wahrscheinlich zu Leukämie. Auch wird Ihr Kind als Erwachsener
früher eine Gefäßverkalkung
bekommen, wenn Sie (oder der Vater im gleichen Haushalt) während
der Schwangerschaft rauchen. Raucht die Mutter, tragen die Kinder
später als
Erwachsene ein 3-Mal höheres Risiko für Asthma, Anfälle von Atemnot bzw. chronischen
Husten (2-Mal), und schleimigen Auswurf (1,7-Mal). Insgesamt sind 17%
aller Asthmaanfälle bei Erwachsenen auf das Rauchen der Mutter
zurückzuführen. Außerdem wird das Kind später
häufig selber Raucher, wenn die Mutter raucht, selbst dann, wenn
sie nur in der Spätschwangerschaft raucht. Das wird durch
die Nikotinwirkung auf das Gehirn
des Ungeborenen verursacht, vermutlich durch das Suchtgedächtnis. Kinder rauchender Mütter werden auch häufiger fettleibig.
Auch Nikotinersatz
sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit vermieden werden
und darf keinesfalls verwendet werden, wenn das Rauchen nicht
völlig eingestellt wurde. Denn Nikotin wird im Stoffwechsel zum Teil in krebsförderndes NNN umgewandelt und hinterlässt als Suchtgift im Gehirn des Ungeborenen seine unauslöschlichen Spuren. Seit Minister Außerwinkler einen Harntest
beim Mutter-Kind-Pass verlangte, um allen rauchenden Schwangeren die
nötige Beratung zukommen zu lassen, ist leider in Österreich
nur mehr wenig zum Schutz von Mutter und Kind geschehen. Dabei
weiß man heute, dass sogar das Passivrauchen der Mutter dem Kind schadet. Schützt Rauchen Schwangere vor Eklampsie?Nein, nur Blutdruck-, Gewichts- und Harnkontrollen. Der scheinbare Schutz vor Eklampsie in einzelnen Studien scheint auf Selektionsbias (junge Schwangere ohne Hochdruck) und anderen systematischen Fehlern zu beruhen. Im Gegenteil: Die Schwangerschaft hilft beim Nikotinentzug, das Aufhören fällt dem Kind zuliebe leichter. Auch der Vater sollte schon frühzeitig motiviert werden, aufzuhören, weil auch das Passivrauchen der Mutter dem Ungeborenen schadet. Auch den Vater, der nicht in Gegenwart der Schwangeren raucht, soll der Arzt spätestens bei der Geburt des Kindes darauf aufmerksam machen, dass er auf die Zigarette verzichten muss, wenn er sein Kind liebt. Denn er schleppt auch als "Balkonraucher" Schadstoffe in die Wohnung ein, sodass sich Karzinogene aus seinen Zigaretten im Harn seines Kindes nachweisen lassen. Zigarettenautomaten
verbieten oder aufrüsten? Rauchverbote im Gasthaus werden doch dazu führen, dass zu Hause noch mehr geraucht wird, zum Leidwesen der Kinder? -Nein, das wurde nur von der Tabakindustrie behauptet, aber bisher in keinem einzigen Land nachgewiesen, das strenge Rauchverbote in der Gastronomie eingeführt hatte. Rauchverbote in der Öffentlichkeit sind im Gegenteil eine unverzichtbare Maßnahme zur Denormalisierung des Rauchens und Verminderung seiner sozialen Akzeptanz. Sobald Tabakrauch als Luftverschmutzung bewusst wird, rauchen Eltern zu Hause nur mehr auf dem Balkon (oder wenigstens aus dem Fenster gelehnt), im Garten und viele gar nicht mehr. Mit dem Wegfall der Sichtbarkeit des Rauchens (als scheinbar erstrebenswertes Erwachsenenprivileg) in der Gastronomie und daheim nimmt auch die Verführung Jugendlicher ab. Wieso dürfen an Kinder
Zigaretten verkauft werden? Rauchfreie Filme: ist das nicht eine
übertriebene Forderung? Rauchen im Auto? …ist dem Lenker in anderen Ländern wegen der Verkehrssicherheit verboten. Aber wenigstens bei Anwesenheit von Kindern sollte niemand im Auto rauchen! Gesetze wie im Ausland wären nötig. Denn die hohen Schadstoffkonzentrationen im Auto gefährden Kinder ebenso wie Nichtanschnallen und können u.a. zu Asthma führen. Schon die Gifte, die ein Raucher im Auto hinterlässt, belasten nachfolgende Benutzer und werden von Kindern mit der Atemluft, über Mund und Haut aufgenommen. Es gibt auch Hinweise, dass schon Kinder durch das intensive Passivrauchen im Auto nikotinabhängig werden. Eine unabhängige Studie zeigte, dass der Schutz des Kindes vor jedem Passivrauchen die Wahrscheinlichkeit stark reduziert, dass das Kind später selber zum Raucher wird. Gibt es Broschüren für rauchende Eltern? Ja, für Lehrer zur Verteilung an rauchende Eltern beim Elternabend, für Kinderärzte für das Wartezimmer und zur persönlichen Beratung, für Horte und Kindergärten und sogar auf Englisch, Türkisch, Kroatisch und Serbisch. Auch ein Leitfaden für Hebammen und Kinderärzte steht zur Verfügung. Wieso sind Kleinkinder besonders gefährdet? -Ihr
Gehirn ist noch nicht ausgereift, ihre Abwehr ist noch
unvollständig, Infektionskrankheiten und Tabakrauch
verstärken einander und Lungenentzündungen verlaufen
häufiger tödlich. Bei Serotoninmangel im Hirnstamm kann es beim Säugling sogar zum plötzlichen Tod kommen (SIDS). Passive Rauchbelastung im Kindesalter
schafft außerdem die Grundlage für viele Herz- und
Gefäßerkrankungen, die im Erwachsenenalter auftreten. Zellen
im Blut, die für die Reparatur und die Instandhaltung der Blutgefäße zuständig sind, werden durch Passivrauchen früh geschädigt und um 30% vermindert. Schäden am Erbgut haben lang Zeit, sich zu einem Krebs zu entwickeln. |
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Sponsoren: ELI LILLY GSK MSD PFIZER ERSTE BANK |
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