Infos für junge Nichtraucher nach oben

Warum soll ich nicht anfangen zu rauchen?
Bilder zeigen, was Tabak an Dir verändert. Spannende Bücher schildern die Methoden der Tabakindustrie, junge Leute zu lebenslangen Kunden zu machen. Nicht Jugendlichkeit, Erfolg und gesellschaftliche Akzeptanz ist ihre Zukunft, wie die Tabakwerbung verspricht, sondern der Verlust an Leistungsfähigkeit, vorzeitiges Altern und das deprimierende Gefühl, von der Droge Nikotin abhängig zu sein, sind die prägenden Merkmale der Raucherwelt. Das Gegenteil versprechen Dir die Agenten der Tabakindustrie, die sich unter falschem Namen in Jugendforen einschleichen. In Wahrheit ist Rauchen in Gegenwart anderer verantwortungslos und allein stinklangweilig. Bei Jugendlichen in Deutschland gilt Rauchen schon als uncool. Dagegen kommt in Österreich jeder zweite Jugendliche, der das Rauchen probiert, nicht mehr davon los, wird im Schnitt 1,8 Jahre nach dem ersten Rauchversuch zum regelmäßigen Raucher und somit meist zum lebenslangen Sklaven der Tabakindustrie. 

Wie gefährlich ist Passivrauchen?
Nicht so gefährlich wie Aktivrauchen, aber gefährlicher als die Luftverschmutzung im Freien durch Verkehrsabgase. Die Folgen sind die gleichen wie beim Aktivrauchen, nur nicht so häufig. Manche merkt man nicht gleich, aber sie sind irreversibel und schreiten fort, z.B. COPD, Schwerhörigkeit.

Wo gibt's rauchfreie Lokale in Österreich?
Du findest hier einige Lokale: nichtraucherlokale.net, da.stinkts.net

Sie glauben doch nicht, dass ich auf Tabakwerbung hereinfalle?
Die wird immer raffinierter und dringt ins Unterbewusstsein. Außerdem ist jeder Raucher (in der Öffentlichkeit, als Filmheld, als hübsches Mädchen im TV, etc.) eine Tabakreklame. Studien zeigten, dass Jugendliche eher zu rauchen beginnen, wenn sie der Tabakwerbung ausgesetzt sind und dass die Nachfrage nach Zigaretten sinkt, wenn die Schachteln statt Tabakwerbung große Warnbilder tragen müssen. Auch in Deutschland ist bei 10-15jährigen nachgewiesen, dass sie unter Einfluss der Tabakwerbung häufiger zu Rauchern werden.

Sie dringt ins Unterbewusstsein und wirkt dadurch umso sicherer. Tabakfirmen zahlen für Raucherszenen in Film, TV und Video. Sie möchten dich ködern und abhängig machen, also versklaven. Ein Raucher wird bei jeder Rauchszene unbewusst dazu angeregt, nach einer Zigarette zu greifen. Die Tabakindustrie investiert Millionen in diese versteckte Reklame. Seit neuestem wirbt die Tabakindustrie mittels Apps für Smartphones. Aber auch normale Tabakwerbung wirkt. Wusstest Du, dass alle Marlboro-Männer an Raucherkrankheiten starben und dass die meisten Models, die als Mädchen für Zigaretten warben, den vorzeitigen Verlust ihrer Schönheit und Gesundheit bitter beklagten?

Hat das Rauchen wirklich zugenommen?
Ja, leider bei Jugendlichen in Österreich. Die Folgen sehen Ärzte erst viele Jahre später, aber sie bleiben nicht aus. Deshalb unser Rat: am besten gar nicht beginnen als später mühsam abgewöhnen. Aber jedenfalls aufhören, bevor es zu Krankheiten kommt. Weg von der schädlichen Zigarette und hin zu einem aktiven, erfüllten Leben. Was kann man mit dem durchs Nichtrauchen ersparten Geld und der ersparten Zeit nicht alles anfangen!

Wieso wollen uns die Lehrer das Rauchen verbieten, wo sie doch selber rauchen?
Lehrer wissen schon, wie schwer man später wieder davon loskommt. Aber in der Schule ist auch Lehrern das Rauchen verboten (an Pflichtschulen ohne Ausnahme).

Wieso wird an der Uni geraucht?
Das ist in Österreich seit 1995 verboten. Trotzdem mussten Studenten erst jahrelang für rauchfreie Arbeitsplätze kämpfen und Unterschriften sammeln. Nur einzelne Unis wie die Montanistische in Leoben setzten das Gesetz um. In Salzburg wurden Rauchmelder installiert, um das Rauchverbot durchzusetzen. Erste Fortschritte bei den medizinischen Universitäten brachte ein Senatsbeschluss in Innsbruck und eine Aktion in Wien, wo Raucher ein Bußgeld zahlen. In Deutschland werden Funktionäre von Jugendorganisationen von U.S. Tabakfirmen gekauft. Die Mitgliedschaft bei einer Burschenschaft oder Studentenverbindung ist mit höheren Raucherraten assoziiert. Canada propagiert rauchfreie Unis.

Ist Rauchen mit dem Christentum vereinbar?
Nein, auch wenn die Amtskirche dazu schweigt, Rauchen ist verantwortungslos.

Was sagen andere Religionen zum Rauchen?
Im Buddhismus und im Islam ist Tabak wie andere Drogen untersagt (Drogen dürfen nur für medizinische Zwecke verwendet werden).

Gibts nicht Lustiges zum Thema Rauchen?
Kaum, aber vielleicht ein paar Witze:

Die Ansage der Air Berlin Crew: "Wir weisen daraufhin, dass es sich um einen Nichtraucherflug handelt. Für die Raucher unter ihnen öffnen wir nachher unsere Terrassen links und rechts und zeigen dort den Film Vom Winde verweht";

"Was haben Sie da in diesem schönen Krug?", möchte Frau Müller von einer neuen Bekannten wissen. "Ach da ist die Asche meines Mannes drin!"; "Oh, das tut mir aber leid.";"Nicht so schlimm, das Ferkel ist nur zu faul, sich einen Aschbecher zu besorgen";

Zum Tiroler Wappen: "Warum ist der Tiroler Adler rot?" "Weil er sich zwischen Südtirol und Bayern seines Tabakgesetzes schämt.

Hier findest du eine Geschichte aus USA und lustige Videoclips über Raucher in Gesellschaft: stinken, furzen, naschen,

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Wie gefährlich ist Shisha / Hookah?
Das Wasser in der Wasserpfeife beseitigt die Schadstoffe nicht, die Nikotindosis ist beim tiefen Inhalieren des kühlen Rauches höher und der Rauch verursacht Krebs und Lungenkrankheiten. Außerdem kann es zu gefährlichen Infektionen kommen. Die Konzentrationen des Giftgases CO und der Karzinogene Benzol, Be, Cr, Co, Pb und Ni sind im Shisharauch höher. Shisha-Rauch ist stärker genotoxisch, führt also zu mehr Schäden an der Erbsubstanz. Lungenkrebs ist eine der Folgen. Auch das Passivrauchen von Shisha ist gefährlich (Krebs!) und sogar nikotinfreie Wasserpfeifen (Feinstaub, Infektionen).

Sind Kräuterzigaretten harmlos?
Nein, sie enthalten zwar meist kein Nikotin, aber bei ihrer Verbrennung entstehen genau so viele krebsfördernde Stoffe wie Zigaretten aus Tabak. Es sind auch "Kräuter"-Zigaretten auf dem Markt, die Nikotin enthalten und ebenso schädlich sind wie reguläre Zigaretten. In der Schweiz wurde der Zusatz von Betäubungsmitteln verboten. Es gibt überhaupt keine harmlosen Zigaretten, sobald man sie anzündet. "Leicht" oder "mild" ist irreführend. Gewürznelken oder Mentholkapseln, die im Filter versteckt sind, erleichtern den Lungenzug und machen Zigaretten dadurch noch gefährlicher, besonders für den Anfänger.

Sind E-Zigaretten gesund?
Nein! Schon nach 5 Minuten verschlechtert sich dadurch Deine Lungenfunktion signifikant. Als Entwöhnungsmittel von der Zigarette sind Produkte aus der Apotheke besser geeignet, die Dir helfen, vom Nikotin loszukommen und deren Reinheit und Dosierung nach Arzneimittelgesetzen geprüft ist. Die elektrischen Nikotinverdampfer produzieren zwar keine Teerstoffe, aber zum Teil sehr hohe Nikotindosen, damit der Raucher nikotinabhängig bleibt und Nichtraucher rasch abhängig werden. Außerdem geben sie auch Nanopartikel, Metalle, giftige und krebsfördernde Stoffe ab. Die Tabakindustrie verkauft E-Zigaretten, um Rauch- und Werbeverbote zu umgehen, um Raucher und Exraucher zum Rauchen zu verführen und um neue Käufer nikotinabhängig zu machen, die später auf Tabak umsteigen.

Sind bunte Zigaretten giftiger?
Die Verbrennungsprodukte des Tabak verursachen die meisten Schäden, aber auch das Papier hat Einfluss (z.B. bei Bidi- Zigaretten). Bunte Zigaretten mit Zuckerlgeschmack entwickelte die Tabakindustrie, um schon Kinder zu verführen und möglichst frühzeitig süchtig zu machen. Für Jugendliche wurden Spezialfilter mit Likörgeschmack entwickelt. Menthol und Süßstoffe sollen den Hustenreiz beim Inhalieren unterdrücken, machen Zigaretten aber gefährlicher. Die große Zahl verwendeter Geschmacks-, Farb- und sonstiger Zusatzstoffe und ihre Geheimhaltung machte bisher eine Kontrolle unmöglich. Zigaretten, an denen man stärker anziehen muss (dichtes Zigarettenpapier), um an den vollen Geschmack zu kommen, sowie Zusatzstoffe zur Beschleunigung der Nikotinaufnahme sind für jugendliche Raucher konzipiert und sollen sie während der Suchtentwicklung auf einen bestimmten Geruch und Geschmack "prägen", damit sie später nie mehr von diesen Zigarettenmarken loskommen. Auf Mädchen hat das Tabakkartell eine spezielle Werbung losgelassen, denn sie sind sein "Wachstumsmarkt".

Was ist Oraltabak?
Nikotin aus Kau- oder Oraltabak wird von der Mundschleimhaut resorbiert. Rauchfreier Tabak hat den Vorteil, dass niemand unfreiwillig mitrauchen muss, kann aber als Einstiegsdroge abhängig machen.Der Lutschtabak Snus führt genauso zur Nikotinabhängigkeit wie Zigaretten. Die Sucht wird noch stärker, wenn Oraltabak zusammen mit Zigaretten konsumiert wird. Außerdem enthält Oraltabak Karzinogene für Mundhöhle, Rachen und Speiseröhre, die nach Resorption auch in der Bauchspeicheldrüse zum Krebs führen können. Oraltabak mit Geschmacksstoffen für Kinder und Jugendliche hat meist einen höheren Gehalt an krebsfördernden Stoffen wie z.B. (S)NNN. "Gutka" führt besonders rasch zu Leukoplakie, submuköser Fibrose und Mundhöhlenkrebs. Snus fördert Hochdruck und Bauchfett (metabolisches Syndrom). Bei Männern fördert Lutschtabak wie "Snus" die Sterblichkeit an Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall und Frauen schädigen durch Lutschtabak das Ungeborene. Das Risiko für Herzinfarkt wird durch Rauchen verdreifacht, durch Lutschtabak verdoppelt, aber durch den Konsum von Zigaretten und Lutschtabak vervierfacht. Beim Versuch, sich mit Snus das Rauchen abzugewöhnen, werden zwei Drittel zu dauernden Snus-Konsumenten, kommen also nicht mehr davon los. Viele verwenden schließlich Zigarretten und Oraltabak abwechselnd. Gewarnt wird vor allen Tabakwaren sowie vor Nikotinpräparaten, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind.

 
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Macht Rauchen schlank?
Nein, im Körpergewicht und Längenwachstum bleiben nur rauchende Buben zurück. Insgesamt macht Rauchen eher dick! Insbesondere für Mädchen, denen die Werbung Zigaretten als "Schlankmacher" suggeriert, ist Rauchen ein Risiko für spätere Fettsucht. Eine Zwillingsstudie beweist: Wer als Teenager raucht, wird eher fettleibig (Übergewicht ist bis zum 27. Lebensjahr um 77% häufiger.) Schlanke Zigaretten sind nicht weniger schädlich und machen auch nicht schlank. Das hässliche Bauchfett (auch ein Risikofaktor für Herzinfarkt) entwickelt sich bei RaucherInnen rascher bzw. häufiger als bei Nichtrauchern. Sogar bei Jugendlichen, die nur passiv mitrauchen, wurde eine Zunahme des metabolischen Syndroms nachgewiesen. Auch krankhafte Ess-Störungen und starkes Rauchen treten häufig gemeinsam auf, wobei das Rauchen die Heilung der Essstörung behindert. Oft bringt erst der (aus Gesundheitsgründen nötige) Nikotinentzug für Exraucher die Gefahr einer Gewichtszunahme mit sich. Man kann aber zu rauchen aufhören und trotzdem schlank bleiben, wenn man nach dem Essen nicht sitzen bleibt, sondern Bewegung macht, sich zum TV keine Süßigkeiten stellt (sondern kalorienarmes Knabberzeug, Kaugummi, Mineralwasser), den Händen etwas zu tun gibt (z.B. Spielzeug, Handarbeit) und sich selbst anders belohnt als durch Naschen.

Küsse einen Nichtraucher,...  
...und schmecke den Unterschied!

Rauchen beschleunigt die Hautalterung, es führt zu Verfärbungen der Zähne und zu Zahnausfall. und fördert die Entstehung einer späteren Fettsucht. Nichtraucher sind länger attraktiv.

Rauchen wirkt sich negativ auf die Sexualität und Fortpflanzungsfähigkeit aus. Genießt das Leben zu zweit, Nichtraucher sind einfach die besseren Liebhaber.

Rauchen schadet nicht nur dir, sondern auch deiner Umgebung. Darunter leiden Partner, Kinder, Freunde und Bekannte. Nichtraucher sind rücksichtsvoller.
 
 
Rauchen ist doch sexy?
Das wurde als Lüge der Tabakwerbung entlarvt: Ein Raucher ist stärker an Nikotin als an Sex interessiert. Raucher sind in ihre Zigarette regelrecht verliebt. Die sexuelle Aktivität von Rauchern und Raucherinnen ist geringer. Rauchen reduziert die Chancen bei der Partnersuche, vermindert bei Frau und Mann die Attraktivität, Potenz und Fruchtbarkeit sowie die Wahrscheinlichkeit männlicher Nachkommen. Frühes Rauchen verzögert bei Mädchen den Eintritt der Geschlechtsreife und hemmt bei Buben das Wachstum. Die Aufgabe des Rauchens verbessert die Potenz bei jüngeren Männern relativ rasch. Eine holländische Studie ergab für Raucherinnen eine durchschnittliche Fertilität wie bei 10 Jahre älteren Nichtraucherinnen, was durch Tabakrauch-Giftwirkungen auf Eierstock, Eileiter und Gebärmutter erklärbar ist. Studien in Kanada und Frankreich zeigten, dass auch die Erfolgschancen künstlicher Befruchtung durch Tabakrauch vermindert werden, und das auch durch Passivrauchen (Halbierung der Erfolgsrate bei einem durchschnittlichen Konsum des Partners von 10 Zigaretten pro Tag). Die reduzierte Zeugungsfähigkeit ist eine Folge schlechterer Spermaqualität. Rauchen senkt die Chance auf Vaterschaft um 75%. Inaktivität und Tabakrauch fördern Muskelschwäche. Mädchen werden durch Rauchen leichter depressiv, was sich auch negativ auf ihre Sexualität auswirkt. Dazu kommen Schäden am Knochen, die erst später (nach der fruchtbaren Periode) sichtbar werden. Schon das Rauchen der Mutter in der Schwangerschaft schädigt die Keimzellen des Kindes, sowohl im Hoden wie im Eierstock. 

Wirkt Nikotin auf die Blutgefäße wie Kaffee?
Nach Kaffeegenuss dauert es 20 bis 30 Minuten, bis eine Gefäßwirkung nachweisbar ist, aber keine Versteifung. Die Aufnahme von Nikotin braucht keine 10 Sekunden und es kommt sofort zur Verengung arterieller Kapillaren und nachhaltigen Versteifung größerer Arterien. Außerdem werden durch Tabakrauch Sauerstoffradikale frei, die Arterien chronisch schädigen. Aber auch Nikotin selbst dürfte an der Entstehung der Arteriosklerose beteiligt sein. Eine krankhafte Verdickung der Innenwand der Hirnarterien ist schon bei jungen Rauchern nachweisbar.

Hilft Rauchen beim Denken?
Nein, im Gegenteil: Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sind die Folge. Die "Rauchpause zur Verbesserung des Denkvermögens" war eine Meisterleistung der Tabakwerbung. Jede Pause der Entspannung erzielt den gleichen Effekt. Es ist die Denkpause und nicht die Rauchpause, was uns nachher wieder kreativer macht. Im Schnitt sind Raucher weniger intelligent, weil sich Kluge nicht so leicht zum Rauchen verführen lassen. Aber auch eine direkte Schädigung des Denkvermögens durch Tabakrauch, sogar durch Passivrauchen, ist nachgewiesen. Die Großhirnrinde scheint bei Rauchern umso dünner zu werden, je mehr und je länger sie rauchen, ausgerechnet in einem Gebiet höherer Hirnfunktionen (das den Menschen von seinen tierischen Verwandten unterscheidet. Diese Befunde müssen zwar noch bestätigt werden, aber jedenfalls müssen Raucher damit rechnen, dass sich mit zunehmendem Alter die Gefäßschäden durch das Rauchen auch auf ihr Gehirn auswirken.

Kann Rauchen zu Kopfweh führen?
Ja, bei Teenagern nimmt das Risiko häufiger Kofschmerzen durch Rauchen um 50% zu, durch Übergewicht um 40% und durch Bewegungsmangel um 20%. Diese häufigen Ursachen kannst Du selbst beseitigen. Du solltest aber auch Blutdruck, Augen und Niere kontrollieren lassen.

Liegt es an einer schwachen Lunge, wenn man Tabakrauch nicht verträgt?
Nein, auch die "stärkste" Lunge wird früher oder später geschädigt, aber bei kurzen Chromosomenenden altert die Lunge unter Tabakraucheinfluss besonders rasch. Zuerst merkt man den Leistungsabfall (z.B. beim Dauerlauf). Lange vor einer chronischen Lungenschädigung kann es zu Sauerstoffmangel in Herz und Gehirn kommen.

Ich würde das Rauchen gerne mal probieren,... nach oben

Ein paar Zigaretten probieren, kann doch nicht schaden?
Je früher zu rauchen begonnen wird, desto größer die Gefahr der Sucht (gebahnt durch den ersten Lungenzug oder wenige Zigaretten) und von Folgeschäden. Leider ist es schwerer, sich das Rauchen wieder abzugewöhnen, als gar nicht damit anzufangen. Nach Aufhörversuchen sind Rückfälle häufig, wenn man schon in jungen Jahren zu rauchen begonnen hat. Manche Raucherschäden am Bronchialepithel sind irreversibel und wahrscheinlich dafür verantwortlich, dass das Lungenkrebsrisiko noch viele Jahre nach der letzten Zigarette erhöht bleibt. Das Ziel der Marketing-Bosse der Tabakkonzerne ist Deine Abhängigkeit! Gib Ihnen keine Chance!

Was ist die gefährlichste Droge?
Illegale Drogen wie Heroin können im Einzelfall sehr gefährlich werden, aber die meisten Menschen sterben an der legalen Droge Nikotin. In Großbritannien sterben jährlich 114.000 durch Tabak, 40.000 durch Alkohol, 700 an Heroin, 406 an Benzodiazepinen wie Valium, 295 an Methadon, 214 an Cocain, 35 an Amphetaminen (Weckmittel), 27 an Ecstasy, 20 an Barbituraten (Schlafmittel) und eine(r) an Cannabis (Haschisch, Marihuana). Das Rauchen von Marihuana beeinträchtigt die Lungenfunktion nicht so stark wie Tabakrauch, Cannabis führt auch nicht zu mehr psychotischen Symptomen als Tabak, ist nicht so krebsfördernd und weniger häufig Einstiegsdroge, aber trotzdem nicht zu empfehlen. Für die Gesamtbevölkerung ist Nikotin die weitaus gefährlichste Droge, denn dieser legalisierte Suchtgifthandel und die Korruption vergiften auch die Gesellschaft. Video: Die 20 gefährlichsten Drogen. 

Was sind Einstiegsdrogen?
Der Einstieg in die Drogenabhängigkeit erfolgt meist über Zigarettenrauchen bzw. die legale Droge Nikotin und kann über leichte Drogen wie Cannabis bis zu schweren, rasch tödlichen Drogen führen. Dieser Zusammenhang ist statistisch nachgewiesen, aber in der Hirnforschung bzw. im Tierversuch erst teilweise verstanden. Auch Cannabis sollte nicht legalisiert werden, weil seine Händler dann ein ähnliches Lobbying (Parteispenden, etc.) und Marketing versuchen würden wie bisher das Tabakkartell. Auch zeigten die negativen Erfahrungen mit der Belieferung des steuerfreien Schwarzmarktes durch die Tabakkonzerne, dass fiskalische Maßnahmen allein eine Droge nicht unter Kontrolle bringen können. Blog: Bekenntnisse eines Drogenabhängigen.

Ab welchem Alter ist rauchen erlaubt?
In den fortschrittlicheren EU-Ländern wie Deutschland ab 18 Jahren, in einigen U.S. Staaten (z.B. Kalifornien, New York) erst ab 21. Die Jugendschutzgesetze der neun Bundesländer Österreichs verbieten derzeit den Erwerb und Konsum von Tabakwaren nur bis zum vollendeten 16. Lebensjahr. Während dieses Verbot in der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich und Salzburg generell gilt, ist es in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Tirol und Vorarlberg auf den öffentlichen Raum beschränkt.

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Glauben Sie wirklich, dass mich Rauchverbote beeindrucken?
Nein, vielleicht wird es dadurch sogar interessant, aber wer länger jung, attraktiv, fit und gesund bleiben will, fällt auf die Lügen der Tabakwerbung nicht herein. Es sind die unsicheren, ängstlichen oder depressiven Jugendlichen, die besonders leicht in die Suchtfalle schlittern.Entflieh dem Gefängnis der Sucht!

Soll ich mich bevormunden lassen?
Das Schlagwort von Freiheit gegen Bevormundung wird von der Industrie gerne verwendet, um den Brutalwettbewerb und die Rücksichtslosigkeit zu rechtfertigen.

Die Tabakindustrie nimmt mir doch weniger Geld ab als der Finanzminister?
Ja, und dazu in Österreich ohne wenigstens einen kleinen Teil der Tabaksteuer in Programme zu investieren, die verhindern helfen, dass die Tabakindustrie laufend neue Kunden unter Jugendlichen gewinnt und die Dir beim Ausstieg helfen.

Wie weiß ich, ob ich schon nikotinsüchtig bin?
Die Zigarettenindustrie schafft es mit Hilfe von Zusatzstoffen, Jugendliche rascher zu Nikotinsklaven zu machen. Bereits vor Beginn des täglichen Rauchens können sich erste Symptome der Sucht zeigen: tiefe Inhalation, vollständiges Abrauchen, Verlangen nach einer nächsten Zigarette und Entzugserscheinungen. Bei stark Abhängigen macht sich das Verlangen zu rauchen gleich nach dem Schlafen wieder bemerkbar. (HONC-, DTDS-, AUTOS-, Fagerström- u.a. Tests). Nikotin wirkt ähnlich wie Opiate und die Abhängigkeit kann so stark werden wie bei Cocain oder Heroin. Rauchfreier Tabak macht so stark abhängig wie Zigaretten und wird daher von der Tabak- und Nikotin-Drogenindustrie propagiert (erleichterter Einstieg in die Sucht und erschwerter Ausstieg).

Wie hoch ist mein Risiko als Raucher?
Wer jung begonnen hat, regelmäßig zu rauchen, muss sich sehr anstrengen, wieder davon loszukommen. Von denen, die das nicht schaffen, stirbt jeder zweite an Folgen des Rauchens, die Hälfte davon schon im mittleren Alter. Auch die übrigen werden leichter krank und sind weniger leistungsfähig. Wer früh zu rauchen beginnt, entwickelt sprödere Knochen, die leichter brechen und schlechter heilen. Gelegenheitsraucher mit nicht mehr als 1 - 4 Zigaretten pro Tag verdreifachen bereits Risiko für Herzinfarkt und Lungenkrebs. Ein Packerl täglich ab dem 17. Lebensjahr führt zum Verlust von ca. 15 Lebensjahren. Ein Packerl ab dem 15. Lebensjahr kostet schon fast 20 Jahre, wovon aber 10 Jahre zurückgewonnen werden können, wenn man es mit 30 schafft, wieder aufzuhören und danach keine einzige Zigarette mehr zu rauchen. Allerdings erleben manche starken Raucher ihren 30. Geburtstag gar nicht, weil sie davor an einem Herzinfarkt sterben. Raucher haben 6-Mal häufiger einen Infarkt bis zum 35. Lebensjahr. Aber bei jungen, gesunden Männern bilden sich schon einen Monat nach der letzten Zigarette die Funktionsstörungen der Herzkranzgefäße zurück. Auch die Schäden an der Erbsubstanz, die bei gesunden Mädchen beim Cervixabstrich nach dem Rauchbeginn nachweisbar sind, werden nach dem Rauchstopp wieder repariert, sodass es nicht zum Krebs kommt. Wer aber nicht von der Zigarette loskommt, schlittert oft in eine Depression oder andere Krankheiten, die seine Lebensqualität stark beeinträchtigen und seine Lebenszeit, in der er sich wohl fühlt, dramatisch verkürzen. Noch sind Raucherkrankheiten bei Frauen seltener, aber bei fortgesetztem Tabakkonsum werden sie die Männer einholen und ebenso häufig leiden und vorzeitig sterben.

Muss ich jetzt schon zu rauchen aufhören? Ist später nicht noch Zeit genug?
Das ist nicht sicher. Beispielsweise Liedermacher Georg Danzer oder Nichtraucher-Guru Allen Carr haben zu spät aufgehört. Mein jüngster Patient mit Herzinfarkt war ein 18-jähriger Raucher, der bis 100 Zigaretten pro Tag geraucht hatte. Raucherinnen, die die Pille nehmen, können auch schon vor dem 18. Lebensjahr einen Schlaganfall bekommen. Die Beziehung zwischen Rauchen und Depression wird in der Jugend geprägt. Schon wenige Zigaretten verschlechtern die Anpassungsfähigkeit der Arterien beim Sport und führen schließlich zu ihrer Versteifung. Wenn Du weiterrauchst, wirst Du jedenfalls rund 20 gute, gesunde Lebensjahre verlieren. Jetzt fällt es Dir noch leichter,Dich von der Nikotinsucht wieder zu befreien. Du kannst auch anonym Hilfe im Internet oder per Telefon bekommen.

Wenn ich jetzt aufhöre zu rauchen, wird sich meine Leistung verbessern?
Ja, sowohl die geistige wie die körperliche Leistung kann nach dem Rauchstopp zunehmen. Sportliche Leistungen nehmen durch Verbesserung von Kreislauf und Lungenfunktion zu. Sogar die durch frühes Rauchen brüchigeren Knochen werden wieder fester. Schon der Rauchstopp wird durch Sport erleichtert.

Wo kann ich Antworten auf meine persönlichen Fragen finden ?
Als RaucherIn beim Rauchertelephon (0810 810 013), als Jugendlicher bei Access oder bei feelok.at
Wenn Du nach dem Rauchstopp Angst vor einem Rückfall hast, spiel mit "Julia".

Wie finde ich eine Selbsthilfegruppe in Oberösterreich?
Jede Gruppe aufhörbereiter Raucher kann kostenlos an einem Entwöhnungskurs teilnehmen! Teens erzählen, wie sie sich das Rauchen angewöhnten.

 
  Jemand in meinem Umfeld raucht... nach oben

Meine Eltern rauchen, was soll ich tun?
Vor allem selbst nicht den gleichen Fehler machen: Besser nicht mit dem Rauchen anfangen, als es sich später wieder mühsam abgewöhnen müssen. Deine Eltern sollten nicht nur die Raucherseite lesen, sondern auch wissen, dass Tabakrauch der Gesundheit aller in der Wohnung schadet, auch der Deinen. Sogar Deine Schulleistungen können darunter leiden.

Mein Freund raucht, was soll ich tun?
Mach ihm klar, dass Dir viel an seiner Freundschaft liegt und dass es nur der Qualm ist, der Dich stört. Vielleicht kannst Du ihn motivieren, hier nachzulesen, warum Rauch Dich nicht nur nervt, sondern Dir auch schadet. Und wenn er schon dabei ist, kann er gleich auf der Raucherseite lesen, wieviel er selbst profitiert, wenn er mit dem Gequalme aufhört.

Ich wollte ein bisschen so sein wie meine Freundin und dachte, das Rauchen gehört dazu.
Das "Vorbild" älterer Freunde ist die "Suchtfalle": Kein Raucher hat jemals beschlossen, zum Raucher zu werden. Und wenn die ersten Lungentorpedos bereits detoniert sind, hat das rasch süchtig machende Nervengift Nikotin Dir die Entscheidung bereits abgenommen. Versuche aufzuhören!

Meine Freunde sagen, ich bin ein Spielverderber...
Wenn Du Dich nicht mit ihnen in einen verrauchten Raum setzt, sondern den gesünderen Nichtraucherraum bevorzugst, bist Du klüger. Auch Deine Freunde werden das mit der Zeit anerkennen. Denn die meisten Raucher spüren unterbewusst, dass es besser wäre, nicht abhängig zu sein. Wenn sie mit Rücksicht auf andere nicht überall rauchen können, wo es ihnen gerade einfällt, hilft ihnen das eher, sich aus dieser Abhängigkeit vom Nikotin zu befreien. Österreichische Jugendgruppen haben die Ergebnisse ihrer Diskussionen über das Rauchen auch in Brüssel vertreten, wo von rund 200 Delegierten aus allen EU-Ländern ein Jugendmanifest verabschiedet wurde. Die Jugend Europas hat ein Recht auf rauchfreie Räume.

 
 
Bleib cool,...
...und lass dich nicht beeinflussen
von den Lügen der Tabakindustrie.

Es ist nicht immer leicht, sich gegen rauchende Freunde durchzusetzen. Die Fähigkeit "Nein" zu sagen ist aber ein Zeichen von Reife und Unabhängigkeit. Dafür braucht es manchmal Mut.

Nichtraucher sind keine Mitläufer,
sie sind Vorreiter und Trendsetter!